Johann Strauß' Meisterwerk gilt als Höhepunkt der goldenen Operettenära. Man belügt und betrügt einander und gibt dem Alkohol die Schuld dafür, erlebt Verkleidungen, Verwechslungen und Liebeleien im Walzertakt: “Glücklich ist, wer vergisst”, lautet die Devise. Und wenn nach einem prächtigen Souper beim Prinzen Orlofsky die ganze Festgesellschaft wieder im Gefängnis zusammentrifft, ist man rasch versöhnt, denn “an allem war nur der Champagner schuld”.
 
Der “Walzerkönig” Johann Strauß stürzte sich begeistert auf das Libretto von Richard Genée und Carl Haffner – in nur zweiundvierzig Tagen und Nächten komponierte Strauß “Die Fledermaus”. Die Uraufführung am 5. April 1874 im Theater an der Wien verlief glänzend. Die “Morgenpost” schrieb: “Das klingt ins Ohr und rieselt durch das Blut hinab bis in die Beine, und der faulste Mensch im Zuschauerraum fängt unwillkürlich zu nicken an mit dem Kopfe und wiegt den Leib und stampft mit den Füßen ...” Melodien wie “Komm mit mir zum Souper”, “Oje, oje, wie rührt mich dies”, “Trinke, Liebchen, trinke schnell”, “Ich lade gern mir Gäste ein” oder “Klänge der Heimat” und “Brüderlein und Schwesterlein” haben bald nach der Uraufführung die Bühnen der Welt erobert und auch nach mehr als 140 Jahren nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.

 

Besetzung: 

Neben bekannten Gesichtern unseres Ensembles sind neu dabei:

 

James Wilson (Gabriel von Eisenstein)

 

Der amerikanische Tenor, James Berkeley Wilson, ist in Cary, North Carolina geboren. 2017 gab Herr Wilson sein Operndebüt mit der Knoxville Opera unter der Leitung von Maestro Brian Salesky. 

Danach folgten weitere Auftritte in Amerika und in Deutschland: Mozart's Die Zauberflöte (Berlin, DE), Strauss's Ariadne auf Naxos (Berlin, DE), Mozart's Le Nozze di Figaro (Knoxville, Tennessee).

Herr Wilson ist ehemaliges Mitglied des Knoxville Opera Studio und der Berlin Opera Academy. Er erhielt einen Master of Music Abschluss von der University of Tennessee und arbeitete unter der Leitung von Jasmin Solfaghari, Peter Leonard, Andrew Wentzel, Jeffrey Jones, Don Campbell, und Fred Carama. Bei der Neuen Operette Düsseldorf wird er erstmals als Gabriel von Eisenstein zu sehen sein.

Homepage: www.jameswilson.de

Instagram: @jamesberkeleywilson

 

 

Felicitas Brunke (Prinz Orlofsky)

 

Die Mezzosopranistin Felicitas Brunke absolvierte ihr Studium an der HfM Karlsruhe im Fach BA/MA Oper bei Prof. Marga Schiml und Prof. Friedemann Röhlig und MA Liedgestaltung bei Prof. Hartmut Höll und Prof. Mitsuko Shirai mit Auszeichnung. Weitere Einflüsse im Liedgesang erhielt sie neben zahlreichen Meisterkursen durch die Zusammenarbeit mit Prof. Daniel Fueter und Prof. Markus Hadulla. Seit 2016 arbeitet sie regelmäßig mit der Gesangspädagogin Prof. Charlotte Lehmann. Schon während des Studiums wirkte Felicitas Brunke als Gastsolistin in mehreren Opernproduktionen mit, unter anderem am Badischen Staatstheater und dem Festspielhaus Baden-Baden. Es folgten Auftritte an der Philharmonie Berlin in Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, dem Kulturkasino Bern und zuletzt an der deutschen Oper am Rhein Düsseldorf. Sie erhielt die Möglichkeit, mit Dirigenten wie Stephan Asbury, Mario Venzago, Hans - Christoph Rademann und Sir Simon Rattle zu arbeiten. Überdies war sie bereits Gast bei den Schwetzinger Festspielen und dem Würzburger Mozartsommer, aber auch bei kleineren Festivals wie dem Salonfestival Karlsruhe und der Liederabendreihe Wort+Ton.  Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem die Rolle des Orlofsky aus der „Fledermaus“ und die Titelpartie aus „Prinz Methusalem“ von Johann Strauss, Donna Elvira aus „Don Giovanni“ von Mozart, Meg Page aus „Fallstaff“ von Verdi, Ruggiero aus „Alcina“ von Händel, die Rolle der Mary Gerold aus „Tucholskys Spiegel“, eine Uraufführung von James Reynolds 2017 und die Rolle der Mutter/Tsippie aus „wo die wilden Kerle wohnen“ von Oliver Knussen.

Auch im Bereich der Kirchenmusik hat sich die Mezzosopranistin schon einen Namen gemacht und arbeitete unter anderem mit dem Elbipolis Barockorchester Hamburg und der Gächinger Kantorey. Neben zahlreichen Kantaten und Messen gehören große Werke wie das Weihnachtsoratorium, die H-Moll Messe und das Magnificat von J.S. Bach, die Petite Messe Solennelle von Rossini und der Elias von Mendelssohn zu ihrem Repertoire.

Felicitas Brunke ist Stipendiatin der Yehudi Menhuin Stiftung und des Richard Wagner Verbandes. 2016 wurde sie Finalistin im internationalen Othmar Schoeck Liedwettbewerb und 2017 Preisträgerin der Kammeroper Schloss Rheinsberg.

 

 

Udo Kaiser (Gesangslehrer Alfredo)

Mit 5 Jahren erhielt er ersten Geigenunterricht und bestand alsbald die Aufnahmeprüfung bei den Regensburger Domspatzen. Als Sopransolist der Regensburger Domspatzen war er in den folgenden Jahren an Konzertbühnen in ganz Europa zu Gast. Neben Rundfunk- und Fernsehauftritten entstanden in dieser Zeit viele Schalplattenaufnahmen unter Dirigenten wie Theobald Schrems oder Prof. Kurt Eichorn. Er absolvierte anschließend ein Gesangstudium am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg bei Hilde Szepan, Maria de Francesca und Willi Domgraf-Faßbender. Udo Kaiser wurde Mitglied der Opernschulen  Augsburg und München und debütierte als Orpheus in "Orpheus in der Unterwelt". Tourneen mit dem Internationalen Opernstudio München als Ferrando in "Cosi fan tutte" und als Jaquino in "Fidelio" und sang die Tenorpartie 1980  bei den Passionsspielen in Oberammergau. Ein mehrjähriges Studium für Lied-und Konzertgesang bei Prof. Franz Kelch in München rundete seine Sängerausbildung ab. Nach einem erfolgreichen Gastspiel als Gerhard in der Uraufführung der Oper „Gloria von Jaxtberg“ von H.K. Gruber am Münchner Volkstheater, übernahm er für mehrere Spielzeiten erfolgreich die Leitung des Kinder-und Schultheaters. Es folgten Tourneen mit der Familienoper "Papageno" im gesamten deutschsprachigen Raum. Zum Repertoire des Tenors zählen Benozzo in "Gasparone", Josef in "Wiener Blut", 1. Strolch in "Die Kluge", der Bruder in "Die 7 Todsünden", Alfred in der "Fledermaus", die er unter anderem am Oberbayerischen Städtetheater und am Freien Landestheater Bayern sang, sowie die Titelpartie des Goggolori in der Oper von Hiller beim Musiksommer zwischen Inn und Salzach. Mit dem Trio Palmano ging er auf Konzertreise. Udo Kaiser hat den Fachwechsel zum Charaktertenor vollzogen und bietet mit der Hexe in Hänsel und Gretel, Mime in Siegfried, Herodes in Salome hochspannende Rollenprofile.

 

 

 

Vincent Gühlow (Gefängnisdirektor Frank)

 

Vincent Gühlow, 1985 in Berlin geboren, erhielt seine musikalische Grundausbildung in den Fächern Gesang, Klavier und Violoncello. Er studierte an der HMT Rostock zunächst bei Prof. Klaus Häger und Christiane Bach- Röhr, wechselte bald an die HMT Leipzig und führte dort sein Diplomstudium bei Prof. Jürgen Kurth und bis 2013 zu Ende. 2013-2015 war Vincent Gühlow Mitglied des internationalen Schweizer Opernstudios unter der Leitung von Prof. Mathias Behrends und Prof. Franco Trinca. Derzeit wird er von Prof. Jane Thorner-Mengedoht im Master Pädagogik an der ZHDK betreut. Vincent Gühlow sang zahlreiche Partien an Opernhäusern und Festivals, u.a. Betto / Marco (Puccini: Gianni Schicchi), mittlerer Bruder / Hofmarschall (Cui: Der gestiefelte Kater), Papageno (Mozart: Die Zauberflöte), Zuniga (Bizet: Carmen), Saul (Händel: Saul), Silvano (Verdi: Un ballo in maschera), Ottone (Monteverdi: L'incoronazione di Poppea), Pedro (M. Leigh: "L'homme de la mancha" im Theater Biel/Solothurn,  Silvano (Verdi: "Un ballo in maschera"  Theater Metz (Frankreich),  Il Podestá (Mozart: "La finta giardiniera" ) und der Teufel  (Hanke: "Der Teufel mit den drei Goldenen Haaren" Theater Basel). Zu seinem Repertoire gehören außerdem noch diverse Oratorienpartien und eine Vielzahl an Liedern von Klassik bis Moderne (z.B. G. Mahler: "Lieder eines fahrenden Gesellen", A. Reimann: "Ein Totentanz". Rihm: "Sechs Lieder von Fr. Nietzsche"). Szenisch arbeitete er u.a. mit Reinhardt Schau, Gundula Nowack, Martin Schüler, Matthias Oldag und P. E. Fourny. 2007 erhielt Vincent Gühlow den Sonderpreis beim interdisziplinären Wettbewerb der HMT Rostock. 2013 Preisträger des internationalen Gesangswettbewerbes der Kammeroper Rheinsberg und Stipendiat der DOMS-Stiftung. Meisterkurse bei Prof. Konrad Jarnot, Grace Bumbry und der Deutschen Lied-akademie, sowie die Arbeit mit Markus Hollop, KS Teruhiko Komori, Axel Bauni, Anne le Bozec, Alexander Schmalcz und Peter Berne im Fach Belcanto bereicherten seine Ausbildung.

 

 

Thomas Huy (Dr. Blind)

 

Der junge deutsche Bassbariton Thomas Huy erhielt seit seinem 8. Lebensjahr Klavierunterricht. In seiner Schulzeit war er Gesangsstipendiat der Stadt Neuss. Er studiert zur Zeit an der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Aachen bei Prof. Henner Leyhe und aktuell bei Prof. Thomas Piffka. Innerhalb seiner Ausbildung arbeitet er unter anderem mit Michael Hampe, Michael Schulz (MiR) und Thomas Braus.

Verschiedene Projekte/Konzerte im Bereich Oper/Musiktheater, Oratorium und Lied führten ihn ins In- und Ausland. Mit dem Bonner Jugendsinfonieorchester und Mozarts ,,Der Schauspieldirektor'' war er 2016 auf Konzertreise in Italien. Im Bereich Oratorium sang er unter anderem im Essener Dom, in der Basilika Kloster Steinfeld und in St. Marien Hagen.

 

 

Stella Louise Goeke (Ida)

 

Stella Louise Goeke schloß ihr Studium des klassischen Gesangs im Sommer 2014 als Jahrgangsbeste am ArtEZ Institute of the Arts (NL) ab. Vor ihrem Studium stand sie bereits als Schauspielerin u.a. in Köln, Wien und Leipzig auf der Bühne.
Vielfältigkeit und Liebe zu der Vielfalt der Musik zeichnen die junge Sängerin aus, die neben ihrer Tätigkeit als klassische Sängerin im Bereich Oper/Lied/Oratorium, auch im Bereich des Musiktheater, Chanson & Musical auf vielen Bühnen in Europa zu hören ist. (Foto: Thomas M. Jauk)